Доксы и парадоксы времени. Лекция 37. Гегель-2. Виды негации. Отец-Время и его сила

21.09.2021

 

 

Naturphilosophie von 1804/05 und 1805/06

Philosophie des Geistes von 1803/04 und 1805/06.

Der Äther spricht mit sich selbst in Raum und Zeit.

Der Äther ist ein Punkt, weil er das Singuläre ist.

Die Gegenwart ist nicht mehr noch weniger als die Zukunft und Vergangenheit. Was absolut gegenwärtig oder ewig ist, ist die Zeit selbst, als die Einheit der Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit.

Der daseiende Punkt, der in seiner Grenze alle anderen ausschließt, wird nunmehr von Hegel die „Gegenwart“ oder das „Jetzt“ genannt:

Die Grenze, oder der Moment der Gegenwart, das absolute Dieses der Zeit oder das Jetzt, ist absolut negativ einfach, absolut alle Vielheit aus sich ausschließend und darum absolut bestimmt, nicht ein sich in sich ausdehendes Ganzes oder Quantum

Das Jetzt ist für die Zukunft die Vergangenheit, und die Zukunft ist dieses Jetzt, das sich vergehen lässt, um seine wesentliche Negativität durchzuführen.

Die Zukunft ist das vollendete Jetzt selbst.

Die Materie ist wesentlich Bewegung

Die Zeit ist deswegen die absolute, nur blinde, Macht der Natur, sie ist darum einer der ältern Götter, dem, was der Natur angehört, nichts widerstehen kann, aber der, wo der Geist sich realisiert, selbst in die Grenzen der Nacht zurückverwiesen wird

1. Die Ursprünglichkeit von Raum und Zeit liegt in der Sprache des Äthers. Diese Sprache ist allgemein. Daher werden alle Glieder des Äthers allgemein gleichgesetzt. Jeder Punkt ist in diesem Sinne ein Stern oder eine Selbst-Sonne, der absolut an sich ist. Die absolut gleichgesetzte Beziehung zwischen den Punkten ist das Licht, das jeden Punkt gleichzeitig beleuchtet.

2. Daher existiert jeder Punkt in ein und demselben gleichen Zeitmoment, d.i. im Jetzt. Diese Gegenwart ist aber negativ, weil sie sich selbst begrenzt, um sich von anderen Punkten zu unterscheiden. Also vergeht die negative Gegenwart, die sich zum zukünftigen Punkt verhält. Erst durch das Vergehen dieser Gegenwartkommt die Zukunft ans Licht. Die innerliche Einheit von Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit heißt nun die Zeit selbst oder die reale Zeit.

3. Diese Zeit selbst ist rein innerlich gesehen nicht mehr negativ. Jedoch bleibt äußerlich gesehen stets ihre Negativität. Diese negative „Dimension überhaupt“ begrenzt nun jeden Punkt äußerlich. Die äußerliche Begrenzung der Zeit selbst heißt der Raum. Die Zeit verräumlicht sich selbst im Raum, also in der Fläche, in der Linie und im Punkt. Im absoluten Punkt wird die äußerliche Negativität des Raums völlig aufgehoben. Dieser Punkt heißt wiederum die Zeit selbst. Der Raum verzeitlicht daher sich selbst.

4. Der Äther (die absolute Materie) zeigt sich dann sowohl in der Verräumlichung der Zeit als auch in der Verzeitlichung des Raums. Raum und Zeit werden unendlich zueinander und entfalten zusammen die unendliche Materie.

5. In der Unendlichkeit des Äthers sind Raum und Zeit untrennbar. Allerdings müssen sie trotzdem getrennt werden, um die Bewegung der endlichen Materie zu erklären. Also: Nur nach der Trennung von Raum und Zeit kann bestätigt werden, dass eine Masse sich in einer bestimmten Zeitsukzession (vom Zeitpunkt a zum Zeitpunkt b) vom Raumpunkt A zum Raumpunkt B bewegt. A kann von B dadurch unterschieden werden, dass A im Zeitpunkt a, nicht im Zeitpunkt b ist. Umgekehrt kann a von b dadurch unterschieden werden, dass a nur dem Raumpunkt A entspricht. Die Endlichkeit kann  also lediglich durch das Anderssein der Zeit selbst (d.i. den Raum) und des Raums selbst (d.i. die Zeit) äußerlich beschrieben werden. Der endliche Massepunkt Bb71 kann sich bewegen nur wegen der Triebkraft des Massepunkts Aa. Aa wirkt zwar auf Bb, beendet seine Bewegung aber bei Bb wegen der Hemmkraft des Massepunkts Bb. In einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Ort existiert zwar entweder Aa oder Bb, aber der abwesende Massepunkt ist die mechanische Ursache des anwesenden Massepunkts.

Im Vergleich zu Schelling ist die Bedeutung der Doppelheit der Zeit bei Hegel eine völlig andere.

1799 bezeichnet diese Doppelheit bei Schelling die ewige Seite der Zeit in der ursprünglichen natura naturansund die dauernde Seite in der reflexiven natura naturata,

Время природы есть обратная сторона времени духа.

nennt Hegel diese wahrhafte Zeit nun „die einfache Seele“,

Bewegung in der Zeit selbst dann den „Begriff der wahren Seele“ oder „das Subjekt als Subjekt“ sowie „Ich als Ich“.

eine Doppelheit der Zeit:

  1. die sich aufhebende Zeit, die ewig dauert, und
  2. die aufgehobenen Zeiten (das Andere der Zeit selbst), die in jedem Moment negiert werden.

Die Ewigkeit des zeitlichen Daseins existiert aber nur in ihrer negativen Dauer.

Das zeitliche Dasein ist deshalb auch nicht real, sondern ideal.

Nachdem die reale Erde als die negative Einheit oder als die negative Verwirklichung der Sonne aufgetaucht ist, kommen die Realität und Wesentlichkeit der Zeit erstmals ans Licht.

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